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Tauchen bei Gewitter Wichtigste Regel: BEI GEWITTER oder AUFZIEHENDEM GEWITTER AUF KEINEN FALL TAUCHEN ! Zieht ein Gewitter auf, ist es auf jeden Fall ratsam auf Land zu bleiben. Zieht ein Gewitter überraschend während eines Tauchganges auf, bleibt es unbemerkt, bis man auftaucht. Da wir i. d. R. unseren Luftvorrat bis auf eine Sicherheitsreserve aufbrauchen haben wir nicht mehr die Entscheidungsfreiheit noch im Wasser zu bleiben bzw. aufzutauchen und müssen unseren Tauchgang beenden. Im Wasser entstehen durch den Blitz halbkugelförmige Äquipotentialflächen, das sind Flächen gleichen Potentials. Andererseits wirkt Wasser durch seine gute Leitfähigkeit wie ein Faradayscher Käfig, ähnlich wie ein Auto - nur leitet Wasser nicht ganz so gut wie Stahl und der Taucher ist nicht isoliert vom Wasser. Blitzschlag an Land
Schlägt der Blitz an Land ein, so tut er dies meist an den höchsten Punkten, z.B. einzeln stehende Bäume, Strommasten oder hohe Gebäude. Beim Einschlag in der Erde, bildet sich ein Spannungstrichter aus. Halten wir uns in diesem Spannungstrichter auf, so wirkt zwischen unseren Füssen eine Spannung, die Schrittspannung. ![]() Blitzschlag ins Wasser Die Gefahr für den Taucher muß man wo anders suchen. Beim Blitzschlag in einen See hat man beobachtet, dass nach dem Einschlag etliche geborstene Fische an der Oberfläche trieben.Beim Blitzeinschlag ins Wasser ergibt sich auf Grund der guten Leitfähigkeit des Wassers ein sehr flacher Spannungsverlauf mit sehr geringen Spannungsdifferenzen. Schwimmer und Taucher an der Wasseroberfläche erfahren eine hohe Spannungsdifferenz zwischen Wasser und der Luft und es fließen dabei hohe Körperströme, bis in über 100 m Entfernung um den Einschlagsort; mit den selben Folgen wie bei einem Blitzschlag an Land. Eine schnelle Rettung und ggf. Erste Hilfe sind umgehend einzuleiten, sobald das Gewitter abzieht, der Eigenschutz sollte dabei immer noch gewährleistet sein. Für den Taucher können elektrische Potentialdifferenzen zwischen Eintritts- und Austrittspunkt des elektrischen Stromes gefährlich werden sowie durch Schreckreaktionen und Erregungsprozesse. Die elektrische Durchfluß des menschlichen Körpers kann unkontrollierte Erregungen in Nerven und damit auch in Muskeln auslösen. Der Blitzeinschlag ähnelt einener kleine Explosion, die eine Stoßwelle (das ist eine Druckwelle mit einer sehr steilen Front) im Wasser erzeugt, die auch Fische schädigen kann.
Schlagt der Blitzes in das Wasser, verdampft auf Grund der enormen Hitze des Blitzes das Wasser im Bereich des Blitzkanals explosionsartig.
Ergebnis ist eine eine Druckwelle, die eine durch-schnittliche Energiemengen von ca. 30 kg TNT freisetzt, so wie beim Dynamitfischen. Die sich nahe zu ungebremst ausbreitende Druckwelle verursacht beim Taucher unter anderm Barotraumen. Der Wohl harmloseste ist ein Trommelfellriss. Den wohl schlimmsten denkbaren Fall kann es zum Lungenriss mit einhergehender Gasembolie und Bewusstlosigkeit unter Wasser kommen !!!
Es wäre schön wenn alle wieder gesund vom Tauchen zurück kommen. Deshalb, verzichtet lieber bei bekannter Gewittergefahr auf einen Tauchgang. Wenn Ihr es nicht trotz aller risiken nicht lassen könnt, dann wartet wenigstens, bis dass Gewitter min. 1 Stunde vorbei ist und kein neues aufzieht ist.
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