Home arrow Tips & Tricks  
Freitag, 24. November 2017
Service
Impressum
Download
Links
Rückrufaktionen
Tips & Tricks
Umfrage des TIV
Routenplaner
+++ Newsletter +++
Newsletter
Login
Tips & Tricks Drucken


Hinweis vom TCRN Infoservice: Bitte immer mit Arzt oder EH Ausbilder Rücksprache halten

Erste Hilfe/ Unterkühlung

Sofortmaßnahmen

Sofortmaßnahmen

Rettung aus dem Gefahrenbereich

Die Rettung aus dem Gefahrenbereich hat schnell zu erfolgen, da der Patient weiter auskühlt.

Grundsätzlich sollte der Patient dabei möglichst nicht bewegt werden. Beispielsweise kann der Patient mit einer Korbtrage oder einem so genannten Spine Board (Wirbelsäulenbrett) waagerecht aus dem Wasser an Bord eines Rettungsbootes gehoben werden.

Allgemein


Rettungskette befolgen:

  • Notruf absetzen oder veranlassen.

  • Den Patienten schonend aus dem Gefahrenbereich bringen; wenn möglich, in einen Raum mit Zimmertemperatur, mindestens an einen windstillen Ort. (Achtung: Bergetod!)

  • Den Patienten flach lagern und wenig bewegen oder, wenn möglich, vollständig immobilisieren.

  • Wärmeerhalt, das heißt Patienten mit Wolldecken zudecken oder einwickeln. Eine Rettungsdecke nie direkt auf die Haut bringen, diese ist dann wegen fehlender Isolationswirkung nutzlos.

  • Ständige Kontrolle von Atmung und Puls (Vitalfunktionen).

  • Betreuen des Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.


Abwehrstadium


Befindet sich der Patient noch im Abwehrstadium (z.B. Zittern)


  • dann kann die nasse Kleidung des Patienten vorsichtig entfernt werden, solange er zittert;

  • bei erhaltenem Bewusstsein: warme, gezuckerte Getränke verabreichen (kein Alkohol, Kaffee oder Schwarztee);

  • gemächliche Wiedererwärmung, z. B. mit einer Wärmflasche.


Erschöpfungs- oder Lähmungsstadium (z.B. ähnlich wie Schlafen)


Befindet sich der Patient im Erschöpfungs- oder Lähmungsstadium


  • dann darf dieser nicht mehr entkleidet werden,

  • dürfen keine Aufwärmmaßnahmen unternommen werden,

  • falls bewusstlos: stabile Seitenlage,

  • falls keine Atmung mehr vorhanden: Herz-Lungen-Wiederbelebung, dann obige Punkte befolgen.


Folgemaßnahmen durch den Rettungsdienst


  • Unbedingte Vermeidung des sogenannten Bergetodes: Bei Opfern von Eiseinbrüchen, Lawinen etc. muss unbedingt darauf geachtet werden, die Extremitäten nicht über das Niveau des Rumpfes zu erheben, da das somit zum Herzen zurückflutende kalte Blut einen reflektorischen Stillstand hervorrufen kann!

  • Infusion von erwärmter NaCl- oder Ringer-Lösung. Auch Glucosegabe ist nach Konzentrationsmessung möglich (evtl. sogar notwendig! (nur von Rettungsdienst bzw. Arzt durchführen)

  • Intubation und Sauerstoffgabe

  • Fortführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung

  • Transport in ein Krankenhaus der Maximalversorgung mit einem Rettungshubschrauber (wenn verfügbar)


weitere Behandlung im Krankenhaus


  • Fortführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung

  • Erwärmung des Patienten, auch invasiv durch den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine


Grundsatz


Die Wiederbelebungsmaßnahmen werden beim Transport ins Krankenhaus sowie in der Klinik fortgesetzt. Medikamente, wie beispielsweise Adrenalin, sowie die Defibrillation funktionieren nur ab einer bestimmten Körpertemperatur. Durch die verminderte Temperatur verlangsamt sich auch das Absterben der Hirnzellen.

Daher gilt der Grundsatz: Niemand ist tot, so lange er nicht warm und tot ist.

 

________________________________________________________________________________



Tauchen bei Gewitter


Wichtigste Regel:
BEI GEWITTER oder AUFZIEHENDEM GEWITTER AUF KEINEN FALL TAUCHEN !

Zieht ein Gewitter auf, ist es auf jeden Fall ratsam auf Land zu bleiben.
Zieht ein Gewitter überraschend während eines Tauchganges auf, bleibt es unbemerkt, bis man auftaucht. Da wir i. d. R. unseren Luftvorrat bis auf eine Sicherheitsreserve aufbrauchen haben wir nicht mehr die Entscheidungsfreiheit noch im Wasser zu bleiben bzw. aufzutauchen und müssen unseren Tauchgang  beenden.

Im Wasser entstehen durch den Blitz halbkugelförmige Äquipotentialflächen, das sind Flächen gleichen Potentials. Andererseits wirkt Wasser durch seine gute Leitfähigkeit wie ein Faradayscher Käfig, ähnlich wie ein Auto - nur leitet Wasser nicht ganz so gut wie Stahl und der Taucher ist nicht isoliert vom Wasser.
  

Blitzschlag an Land

Schlägt der Blitz an Land ein, so tut er dies meist an den höchsten Punkten, z.B. einzeln stehende Bäume, Strommasten oder hohe Gebäude. Beim Einschlag in der Erde, bildet sich ein Spannungstrichter aus. Halten wir uns in diesem Spannungstrichter auf, so wirkt zwischen unseren Füssen eine Spannung, die Schrittspannung.
Je größer die Schrittgrösse und näher am Einschlagsort des Blitzes, desto größer ist der Körperstrom. Der Spannungstrichter ist bis über 20 m, in einzelnen Fällen bis in 100 m Entfernung für uns lebensgefährlich. Es kann dabei zu Brandverletzungen an den Stromein- und Austrittsstellen, Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen ja bis hin zum Herzstillstand führen. 30% der Blitzschlagopfer erliegen den Folgen des Blitzschlags. Somit nicht in der Nähe von einzelnen Bäumen, hohen Gebäuden und Strommasten. Man sollte sich möglichst eng zusammengekauert in einer Kuhle (Minimierung der Schrittspannung), weit weg von einzelnen Bäumen aufhalten oder in einem Auto (Faraday‘scher Käfig).

schrittspanung.gif




Blitzschlag ins Wasser

Die Gefahr für den Taucher muß man wo anders suchen. Beim Blitzschlag in einen See hat man beobachtet, dass nach dem Einschlag etliche geborstene Fische an der Oberfläche trieben.

Beim Blitzeinschlag ins Wasser ergibt sich auf Grund der guten Leitfähigkeit des Wassers ein sehr flacher Spannungsverlauf mit sehr geringen Spannungsdifferenzen. Schwimmer und Taucher an der Wasseroberfläche erfahren eine hohe Spannungsdifferenz zwischen Wasser und der Luft und es fließen dabei hohe Körperströme, bis in über 100 m Entfernung um den Einschlagsort; mit den selben Folgen wie bei einem Blitzschlag an Land. Eine schnelle Rettung und ggf. Erste Hilfe sind umgehend einzuleiten, sobald das Gewitter abzieht, der Eigenschutz sollte dabei immer noch gewährleistet sein.


Für den Taucher können elektrische Potentialdifferenzen zwischen Eintritts- und Austrittspunkt des elektrischen Stromes gefährlich werden sowie durch Schreckreaktionen und Erregungsprozesse. Die elektrische Durchfluß des menschlichen Körpers kann unkontrollierte Erregungen in Nerven und damit auch in Muskeln auslösen.
Der Blitzeinschlag ähnelt einener kleine Explosion, die eine Stoßwelle (das ist eine Druckwelle mit einer sehr steilen Front) im Wasser erzeugt, die auch Fische schädigen kann.

Bild zum Absatz
Schlagt der Blitzes in das Wasser, verdampft auf Grund der enormen Hitze des Blitzes das Wasser im Bereich des Blitzkanals explosionsartig.
Ergebnis ist eine eine Druckwelle, die eine durch-schnittliche Energiemengen von ca. 30 kg TNT  freisetzt, so wie beim Dynamitfischen.
Die sich nahe zu ungebremst

ausbreitende Druckwelle verursacht beim Taucher unter anderm Barotraumen. Der Wohl harmloseste ist ein Trommelfellriss. Den wohl schlimmsten denkbaren Fall kann es zum Lungenriss mit einhergehender Gasembolie und Bewusstlosigkeit unter Wasser kommen !!!


Fazit

Es wäre schön wenn alle wieder gesund vom Tauchen zurück kommen. Deshalb, verzichtet lieber bei bekannter Gewittergefahr auf einen Tauchgang. Wenn Ihr es nicht trotz aller risiken nicht lassen könnt, dann wartet wenigstens, bis dass Gewitter min. 1 Stunde vorbei ist und kein neues aufzieht ist.



_________________________________________________________________________________________________________________

 
Banners
Advertisement
Advertisement
Advertisement
+++ Partner Shop +++
Seemann
Aqualung
Waterproof
Mares-Tauchsport
Tilly Tec
Cressi-Sub
Christian-Outdoor
Webdesign by Webmedie.dk Ny hjemmeside