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Tauchen im Alter

Schon Udo Jürgens wusste: "Mit 66 Jahren, da fängt das leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spass daran." - Warum also nicht auch mit 50 oder 60 das Tauchen anfangen?

Leni Riefenstahl, die umstrittene Filmregisseurin und Fotografin, machte 1974 ihren Tauchschein. Sie war damals 72 Jahre alt. Der Anekdote nach gab sie ein viel jüngeres Alter an, um durch die medizinischen Tests zu kommen.

Nach mehr als 2000 Tauchgängen realisierte sie einen sehr schönen Unterwasserfilm, der 2002 in die deutschen Kinos kam. Da war Riefenstahl dann 100 Jahre alt. Das zeigt, dass Alter kein Hindernis für Unterwassersport sein muss! Zwar verfügt nicht jeder über Riefenstahls Kondition und falsche Altersangaben sind schon gar nicht empfehlenswert. Aber sonst kann jeder, der gesund ist, unabhängig vom Alter tauchen.

Nur - wer bleibt mit zunehmendem Alter noch 100 Prozent gesund?
Man fühlt sich vielleicht prima, nimmt aber trotzdem Medikamente gegen Bluthochdruck, eine Herzerkrankung oder Diabetes. Darf man auch dann noch tauchen? Ja, man darf. Im Prinzip. Vorausgesetzt, man hat kein perforiertes Trommelfell oder eine andere Ohrerkrankung, keine schwere Lungenerkrankung, keine Lähmungen und auch keine Erkrankung, die mit Bewusstseinsstörungen einher geht, wie Epilepsie.

Tauchen ist, laut Unfallstatistiken, weniger gefährlich als Skilaufen, Reiten oder Radfahren. Die häufigsten Probleme, die jemand tauchuntauglich machen, sind Ohrprobleme. Denn “hinter den Ohren” befinden sich die Gleichgewichtsorgane. Wenn der Druckausgleich im Innenohr nicht stattfinden kann, oder wenn kaltes Wasser ins Innenohr eindringt, wird das Gleichgewichtsorgan überreizt, man verliert die Orientierung und ertrinkt.
Beim Herzen sind es die Herzrhythmusstörungen, die grundsätzlich eine Gefahr darstellen, weil sie zur Bewusstlosigkeit führen können und Bewusstlosigkeit unter Wasser bedeutet Ertrinken.
Wer also schon mal eine Herzrhythmusstörung hatte, sollte - zusätzlich zu der üblichen “Tauchtauglichkeitsuntersuchung” zum Kardiologen.

Die größte Gefahr beim Tauchen ist die so genannte “Dekompressionserkrankung”, durch zu schnelles Auftauchen. Bei jedem Meter Tiefe nimmt der Druck im Körper zu. In 10 Meter Tiefe ist er doppelt so hoch wie an der Oberfläche.
Bleibt man in der Nullzeit und steigt langsam auf bleibt alles ohne Gefahr.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass ältere Taucher vielleicht etwas anfälliger sind für die Gefahren des Tauchens, aber sie sind in der Regel auch vorsichtiger als jüngere. Jeder, der so richtig mit Pressluft tauchen möchte, sollte medizinisch untersucht werden und zwar von einem Mediziner, der sich mit der Materie auskennt. Und vor Ort sollten Sie sich nach der Qualität der Tauchschule erkundigen.
Unsere Instruktoren und Tauchlehrer sind teilweise selbst in den 50ziger oder nahe daran, also Leute, die auch im Alter noch oder gerade deshalb tauchen.

Tauchen kann man bis ins hohe Alter - viel länger als in vielen anderen Sportarten.

Wir beraten Sie gerne in unserer Tauchschule. Kommen Sie vorbei und lassen sich ausführlich über das Tauchen ab 50 beraten.

Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Sax

Tel.: 06204/611113  oder Mobil: 01706352143

 
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